Projekte als Countertenor

 

No, no, I never was in love  

No, no, I never was in love 

Das wundersame Manuskript der Lady Ann (17.Jhd.)

Johannes Reichert, Countertenor
Christine Riessner, Theorbe
Jürgen Decke, Schauspiel
Katrin Wagner, Produktionsassistenz

Premiere/Uraufführung: 16. September 2017, Pellerhaus, Nürnberg

London/Oxford Mitte des 17. Jhds.
Zwei Manuskripte mit Liedern für Gesang und Theorbe. Lieder voller Liebe und Sehnsucht. Komponiert im französischen, italienischen und englischen Stil der damaligen Zeit. Wer hat sie niedergeschrieben und für wen? Denn plötzlich bleiben die Seiten leer, nur noch einsame Notenlinien auf dem Pergament. Was war geschehen? Ein Liederabend mit diesem intimen, kostbaren Schatz. Und mit einem merkwürdigen Gast, der vielleicht etwas Licht in all diese Fragen bringen kann?

www.im-peller.de

 

Gluck - Displaced  

Gluck - Displaced 

Ein Pasticcio von Michael Riessler und Winni Victor
nach Fragmenten einer Oper von C. W.Gluck

Reutlinger Kammeroper
Regie: Winni Victor
Libretto: Winni Victor
Komposition: Michael Riessler
Ulrike Härter (Sopran),
Barbara Steude (Sopran)
Florian Hartmann,(Bass)
Johannes Reichert (Countertenor)
Thomas Löffler (Klarinette)
Kasia Kadlubowska (Percussion)
Peter Schönfeld (Kontrabass)
Regie: Winni Victor
Ausstattung: Winni Victor, Petra Stützel

Premiere/Uraufführung: 24. November 2016, Zimmertheater,  Tübingen
Pressestimmen

Displaced persons, ein Phänomen unserer Zeit. Für Tausende von Menschen, die eigentlich nichts weiter wollen, als in Ruhe und Freundlichkeit leben, ist in ihrer Heimat kein Leben, kein Bleiben möglich. Und Glück haben sie noch gehabt, wenn sie nur vertrieben wurden, flüchten konnten, gegenüber jenen, die misshandelt, gefoltert.

Für unsere Kammeropernproduktion 2016 haben wir in einem barocken Opernfragment eine ideale Vorlage für die Auseinandersetzung mit diesem Thema gefunden. „Demofoonte“, ein nur in Teilen erhaltenes Frühwerk von C.W. Gluck erzählt eine Geschichte von der machtgierigen Willkür der Herrschenden und den blindwütigen Racheakten derer, die sich im Machtspiel verschmäht und übergangen fühlen. Das Ziel ihrer Brutalität ist das liebende Paar. Dieses Paar steht ihnen im Weg, es will nichts weiter als seine Liebe leben, und dieser andere Lebensentwurf stört und soll daher mit dem Tod bestraft werden.

In den frühen Opern der Barockzeit geht natürlich alles gut aus; es gibt eine überraschende Wendung und ein Happy End, und die Zuschauer können beruhigt nachhause gehen.

Und heute? Die glückliche Wendung bleibt aus. Das liebende Paar ist auf der Flucht.

In der Suche nach unseren Wurzeln in der Gattung Oper wollen wir uns mit der Musik Glucks auseinandersetzen und der Geschichte dieses barocken Fragments folgen. Sprachliche – mit immer wieder auftauchender „konkreter Poesie“ aus Zeitungsberichten – musikalische und visuelle Schlaglichter des Jetzt sollen wie eine Schicht der Zeit darübergelegt werden. Wie durch die Löcher eines Schleiers werden Schönheit, Sehnsucht und Klage hörbar.
In unserer Collage kommt hinter diesem Schleier das Paar zum Happy End und fröhlichen Finale zusammen; vor dem Schleier, in unserer scharf konturierten Gegenwart wird das Paar getrennt: 2 displaced persons in ihrer Trauer und ihrer Hoffnung auf bessere Zeiten.

www.reutlinger-kammeroper.de

 

Orpheus has just left the building

Orpheus has just left the building
 

Orpheus has just left the building 

Ein Musikprojekt zwischen Barock und Jazz

Johannes Reichert, Countertenor/Produzent
Peter Fulda, Klavier/Komposition/Arrangement
Pegelia Gold, Stimme
Christine Riessner, Lauteninstrumente
Ulrike Koch, Cembalo
Alex Bayer, Kontrabass

Premiere: 7. Oktober 2016, Kulturforum Fürth
Auftritte: Kulturforum, Fürth / Pellerhaus, Nürnberg / Schlossfest, Starnberg
Pressestimmen

Man nannte ihn den „Britischen Orpheus“, da seine Melodien voll jenseitiger Glut waren, seine dramatischen Einfälle unerschöpflich und seine Klänge mit vollendeter Eleganz jedes menschliche Gefühl zu fassen vermochten. Die Musik von Henry Purcell ist zeitlos, über jeden Epochengeschmack hinweg ergreifend und von edler Schönheit.

Johannes Reichert und Peter Fulda haben sich – jeder auf seine Weise – dem Werk Purcells immer wieder mit großer Liebe, tiefem Respekt und gesunder Frechheit genähert. Mit ihrem neuen Projekt lassen sie die Welten kunstvollen Barockgesangs und zeitgenössischer Jazz-Dekonstruktion aufeinander prallen und siehe da: es öffnen sich ungeahnte poetische Räume, emotionale Tiefen und essentielle musikalische Erfahrungen zwischen den Zeiten. Das Ensemble scheint janusköpfig: Countertenor, Cembalo und Lauteninstrumente auf der einen Seite, waghalsige Stimmakrobatik, Jazzklavier und Kontrabass auf der anderen. Doch diese disparate Besetzung hält neben intensiven Farbkontrasten auch überraschende Schnittmengen bereit und bietet eine ganz neue Palette für die all-menschlichen Stimmgewebe des „britischen Orpheus“.

www.orpheushasjustleftthebuilding.de

 

   

L’Amfiparnasso 

Madrigaloper von Orazio Vecchi (1550-1605)

Premiere/Uraufführung: 26. September 2013, Artgallery / Reutlingen
Pressestimmen

Reutlinger Kammeroper
Regie: Winni Victor
Musikalische Leitung: Johannes Reichert
Marionettenbau: Monika Eibl
Ausstattung: Petra Stützel
Technik: Jakobus Stützel
mit
Monika Eibl (Puppenspiel)
Alberto Fortuzzi (Puppenspiel)
Ulrike Härter (Sopran)
Susanne Müller (Sopran)
Johannes Reichert (Countertenor)
Matthieu Binder (Tenor)
Florian Hartmann (Bass)

Die Madrigalkomödie „L‘Amfiparnaso“ wurde 1594 in Modena uraufgeführt. Sie gilt als eines der Meisterwerke der Polyphonie. Das Italien der Commedia dell‘Arte wird in einer lockeren, fast kabarettistischen Szenenfolge vorgeführt. Da ist der alte Pantalone, der sich in eine junge Kurtisane verliebt hat, da sind die tölpelhaften Missverständnisse der Diener, das Getändel und die Qualen junger Liebender, ein misslungener Versuch, sich Geld zu leihen. Zum Schluss finden die Liebespaare zueinander und alles ist gut. Der dialogische Witz und die Situationskomik spiegeln sich in der musikalischen Charakterisierung der Personen und im kompositorischen Reichtum der Madrigale.

www.reutlinger-kammeroper.de

 

Die große Wörterfabrik Illustration Valeria Docampo © mixtvision Verlag

Die große Wörterfabrik

Die große Wörterfabrik

Die große Wörterfabrik
 

Die große Wörterfabrik 

Musiktheater für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene von Martin Zels nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo

Die jungeMET- Zeitgenössisches Musiktheater für junge Menschen in der Metropolregion Nürnberg

Eine Kooperation zwischen dem Theater Pfütze und dem Stadttheater Fürth

Regie: Marcelo Diaz
Countertenor: Johannes Reichert,
Violoncello und Schauspiel: Irene von Fritsch
Schauspiel und Violine: Helwig Arenz
Schauspiel und Perkussion: Martin Zels
Kostüme und Live-Projektion: Beatrix Cameron
Bühne: Andreas Wagner

Uraufführung: 4. Oktober 2013, Theater Pfütze / Nürnberg
Gastspiele: Théâtre de l’Opéra Nice, Côte d’Azur

„Es gibt ein Land in dem die Menschen fast gar nicht reden. Das ist das Land der großen Wörterfabrik. In diesem sonderbaren Land muss man die Wörter kaufen und sie schlucken, um sie aussprechen zu können.“
Wörter sind teuer, aber wer nicht so viel Geld hat, findet vielleicht im Schlussverkauf oder in der Mülltonne das eine oder andere Wort? Manchmal fangen Kinder Wörter, die der Wind aufgewirbelt hat, in ihren Schmetterlingsnetzen. Paul hat so gleich drei Wörter gefangen, aber es scheinen nicht die passenden zu sein, um Marie zu erklären, dass er sie furchtbar lieb hat. Poetisches Musiktheater das vom Wert der Worte und eine zauberhafte Liebesgeschichte erzählt. Martin Zels komponierte die Kammeroper für Countertenor, Violoncello, Violine und Perkussion. Beatrix Cameron lässt während der Vorstellung Sandbilder entstehen, die als Projektion auf Andreas Wagners Bühnenbild zu sehen sind.

www.theater-pfuetze.de

 

Das Dulcinea Projekt  

Das Dulcinea-Projekt  

Ein Wagnis über die Sehnsucht

Johannes Reichert, Countertenor/Konzept
Ingo Veit, Vihuela
Regina Mück, Tanz/Choreographie
Andreas Wagner, Licht/Bühne
Winfried Reichert, Textrecherche

Premiere: 29. Mai 2013, Kulturforum Fürth
Gastspiele: Kursaal, Bad Tölz

Eine Produktion des Kulturforum Fürth, Abteilung Kulturamt der Stadt Fürth

Don Quijote, der die Realität durch seine Ritterbrille betrachtet und sie dadurch in eine edlere verwandelt, liefert den ersten Impuls für dieses Projekt. Diesem Impuls folgend weben die Protagonisten aus verschiedenen Sparten einen surrealen Teppich von Bild zu Bild, um sich fernab vom Ursprung in einer neuen spannenden Wirklichkeit wiederzufinden. Liebeslieder der Cervantes-Zeit, Fragmente aus dem Don Quijote und modernem Tanz liefern die Fäden des Abends.
Die spanische Renaissancemusik aus dem 16./17.Jahrhundert, und insbesondere die Musik der Vihuelisten (Mudarra, Milan, Pisador, etc.) stammt aus der Entstehungszeit des Don Quijote. Die Lieder, die in der Originalsprache (Spanisch) gesungen werden, sowie die Solostücke für Vihuela, einem in seinen Umrissen der modernen Gitarre ähnelnden Zupfinstrument, bilden das musikalische Fundament des Abends. In der Verknüpfung mit Textfragmenten aus dem Werk von Miguel Cervantes und Bewegungselementen aus dem Modernen Tanz wagt sich das Ensemble an eine ungewöhnliche Aufführungsform, um sich der Sehnsucht zu nähern.

Zwei CD-Einspielungen (BayerRecords) belegen, dass sich der Countertenor Johannes Reichert und Ingo Veit an der Vihuela bereits vor diesem Projekt intensiv und erfolgreich mit spanischer Renaissancemusik beschäftigt haben.

www.kulturforum.fuerth.de

 

M.O.M.

M.O.M.
 

M.O.M. - THE MYSTERY OF THE MONASTERY
THE BOTTLE BATTLE OF KING ALFRED
 

Thomas Arne (1710-1778)

Pocket Opera Company Nürnberg
Regie: Tilman Hecker
Musikalische Bearbeitung und Leitung: Franz Killer
Kostüme: Kristopher Kempf
Dramaturgie: Florian Reichart

mit
Susanne Breu, Gertrud Demmler-Schwab, Eva Marie Pausch, Robert Eller, Florian Neubauer, Johannes Reichert u.a.

Premiere: 29. Juni 2012, Sommernachtspiele Schloss Burgfarrnbach
Pressestimmen

Im Jahr 1740 komponierte Thomas Augustine Arne eines der berauschendsten britischen Bühnenwerke des Spätbarocks: The Masque of Alfred. Dieses Werk, das in seiner Mischung aus wahrem Patriotismus und königlicher Heroik den Taten Alfreds des Großen huldigt, ist in Deutschland nahezu unbekannt. Weltberühmt ist der Schlusschor, die heimliche Nationalhymne der Briten:
„Rule, Britannia, Britannia, rule the waves“

King Alfred begründete durch die Vereinigung der angelsächsischen Königreiche den Einfluss Britanniens. Viele Briten verehren ihn mit dem Beinamen „der Große“ bis heute als ihren Nationalheiligen.

Thomas Arne (1710-1778) war einer der bedeutendsten Komponisten Englands, dessen Bühnenwerke größte Beliebtheit erlangten. Arnes Welt war das Schauspielhaus, der Vergnügungspark. Verschrien als Schürzenjäger und ohne jeglichen Sinn für das Geschäftliche, eckte er durch sein hitziges Temperament bei seinen Zeitgenossen immer wieder an und fristete so bald ein einsames, zurückgezogenes Leben. Zeitlebens stand er im Schatten seines großen Zeitgenossen Georg Friedrich Händel und geriet somit außerhalb von England in Vergessenheit.

Die Pocket Opera Company hebt mit der Neubearbeitung dieses spannende, mit britischem Humor versehene Werk aus der Taufe, das nicht nur die wunderbare Musik dieses britischsten Komponisten entdecken lässt, sondern auch die nebulosen Welten Britanniens erweckt. Eine Oper über die Geheimnisse und Rätsel Britanniens, über Sinne verstörende Getränke, die in die olfaktorischen Wahrnehmungen der Protagonisten mündet.

 

Ho(w)ly Trip

Ho(w)ly Trip
 

Ho(w)ly Trip – Die Reise des Alessio 

nach Stefano Landi

Pocket Opera Company Nürnberg
Regie: Thomas Herr
Musikalische Bearbeitung und Leitung: Franz Killer
Kostüme: Evelyn Straulino
Dramaturgie: Clarissa Fricke

mit
Gertrud Demmler-Schwab, Katharina Heiligtag, Eva Marie Pausch, Robert Eller, Christopher Kessner, Florian Neubauer, Johannes Reichert, Viola von der Burg,  Klaus Meile u.a.

Premiere: 13. Oktober 2011, Ehemaliges Heizkraftwerk im Nordostpark / Nürnberg
Pressestimmen

Die Pocket Opera Company nimmt in der Neuproduktion "Ho(w)ly Trip" ihre Zuschauer mit an Bord auf eine erlebnisreiche Reise. Diese führt in die Zeit der Barockmusik, - mit einer Neubearbeitung der italienischen Oper „Il Sant Alessio“ von Stefano Landi (1587-1639), die in Deutschland erstmals in dieser Fassung aufgeführt wird; ein musikhistorischer Meilenstein mit einer bislang eher kärglichen Rezeptionsgeschichte. Während dieses turbulenzreichen Fluges trifft Barock auf Schuberts deutsche Winterreisen-Romantik und „Howl“, das Skandalgedicht der Beatgeneration von Allen Ginsberg aus den Fünfzigern. In jenem musikalisch und literarisch weiten Feld erlebt der Zuschauer einen weltverlorenen Aussteiger: Alessio, ein Suchender, ein Heulender, ein Träumer - ein Heiliger? Zerrissen zwischen Einsamkeit und Liebe, auf der Flucht vor Konventionen reist Alessio durch die Vielschichtigkeit menschlichen Empfindens um sich am Ende in all dem zu finden. "Ho(w)ly Trip - Die Reise des Alessio" erlebt ihre Punktlandung in einem ehemaligen Heizkraftwerk im Nordostpark Nürnbergs. Eine (weltum)spannende 360°-Oper, die Jazzlyrik, Kunstlied und Barockoper in sich vereint.

 

Christa

Christa

Christa
 

Christa 

Das Musical - Eine Nürnberger Weihnachtsgeschichte von Andreas Rüsing

Musical-Netzwerk Nürnberg e.V.
Regie: Anne Klinge
Musikalische Leitung: Andreas Rüsing

mit Johannes Reichert, Cassandra Schütt, Tamas Mester,
Sibylle Mantau, Christoph Ackermann, Karsten Kenzel u.a.

Uraufführung: 24. November 2011, Heilig-Geist-Spital, Nürnberg

Das speziell für Nürnberg geschriebene Musical basiert auf dem Gedanken, zur Weihnachtszeit das zu inszenieren, worauf es wirklich ankommt: menschliche Werte! Und so ist Christa eine junge Frau, die nicht nur Zivilcourage zeigt, sondern auch Hoffnung verbreiten kann, an Gott glaubt und durch Menschlichkeit und Güte glänzt. Dabei verstößt sie vielleicht auch naiv gegen manche Konvention, lässt sich aber nicht von ihrer inneren Überzeugung abbringen.

www.christa-musical.de

 

Du, Liebe?!





 

Du, Liebe?! 

KammerTanzOper für Countertenor, Tänzerin, Slam-Poeten, Zuspielband
und interaktives Video

Johannes Reichert, Gesang/Konzept/Dramaturgie
Eva-Maria Christ, Tanz
Julian Heun, SlamPoetry/Texte
Helga Pogatschar, Komposition/Musik
Frieder Weiss, Interaktives Video/Konzept

Premiere am 6. Januar 2011, Kulturforum Fürth
Gastspiele: Black Box des Gasteigs, München / Kulturforum, Fürth / Theaterforum, Gauting


Pressestimmen

Eine Produktion des Kulturamtes der Stadt Fürth, des Kulturforum Fürth in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt München

Ein Countertenor mit Barockexpertise, ein junger Berliner Slam-Poet, eine Tänzerin, eine Komponistin elektronischer Musik und ein ‚Ingenieur in den Künsten' destillieren ihre Sichtweisen zum großen Menschheitsthema "Liebe" zu einer einstündigen KammerTanzOper. Das lebenserprobte Kreativteam lässt virtuelle und reale Welten aufeinandertreffen. Zeitgenössische Poetry-Slamtexte fusionieren mit digitaler Medienkunst. Die Musik bedient sich originaler Liebeslieder verschiedener Epochen, um sich auf neue und eigenwillige Weise zu präsentieren, und gibt dem Tanz seine Plattform.

www.duliebe.de

 

Silence

Silence

 

Silence 

ein prose poem von E.A.Poe

Theater Rotwelsch (Reutlingen)
Inszenierung: Winni Victor
Ausstattung: Johannes Schlichting

Premiere: 23. November 2010, Artgallery, Reutlingen

Ein Dämon erzählt von einem Mann, den in seiner Einsamkeit und Insichgekehrtheit nichts erreicht - keine Hässlichkeit, kein Lärm, keine Verzweiflung, kein Schrecken. Allem gegenüber bleibt er gleichgültig und gleichmütig. Erst die Stille durchbricht die Mauer der Einsamkeit und löst Entsetzen aus.
Pressestimmen

3 Musiker - Percussionist Arni Arnold, Kontrabassist Tobias Festl und Countertenor Johannes Reichert – erforschen die trostlosen Gegenden des Dämons, seine Irritationen, seine Wut und seinen letztendlichen Triumph. Getanzt wird der Dämon von Mark-Ski von der Moonwalkers Crew (Breakdance), gesprochen wird er von der Schauspielerin Marion Lindt.
Aus dem Jenseits dazu kommt der Erzähler E.A. Poe mit der Stimme von Scott Roller.

 

Franziskus - Gaukler Gottes

Franziskus - Gaukler Gottes

Franziskus - Gaukler Gottes
 

Franziskus - Gaukler Gottes 

von Dario Fo

Theater Rotwelsch (Reutlingen)
Regie: Winni Victor

mit
Alberto Fortuzzi
Johannes Reichert (Countertenor)
Klaus Wuckelt (Lyra)

Premiere: 27. Mai 2008, ArtGallery, Reutlingen
Gastspiele: Kulturforum, Fürth / Kleines Theater, Berlin / Johanneum, Homburg / Etage, Berlin / Westbahntheater, Innsbruck / Laurentiuskirche, Berlin / Jubilatekirche, München / Theater viel Lärm um Nichts-Pasinger Fabrik, München / Klarakirche, Nürnberg / Kapuziner, Überlingen / Stadthalle, Eislingen / TischTheater, Berlin / Stadttheater, Lindau / Cantate-Saal der "Fliegenden Volksbühne", Frankfurt / Pomeranzengarten, Leonberg / Brett im Schtoi, Pfaffenhofen / Zimmertheater, Tübingen / Schlosspark Theater, Berlin
Pressestimmen

Der Heilige Franziskus von Assisi bezeichnete sich selbst als Gaukler. Sehr zu recht, denn nach der Überlieferung durch die umbrischen Volkssagen waren sein Auftreten und seine Predigten von einem außerordentlichen spielerischen Witz und komödiantischer, manchmal kabarettistischer Theatralik geprägt. Dario Fo, der Erzkomödiant und Nobelpreisträger 1997, hat einige der Legenden, die sich um Franziskus ranken zu einem großartigen Erzähltheatertext, zu einem Stück über menschliche und politische Verantwortung zusammengefasst. In die Geschichte hineinverflochten ist der "Sonnengesang", eins der zentralen literarischen Werke des Altitalienischen.

 

Poc Kiss

Poc Kiss

Poc Kiss

 

POC - KISS 

nach Satyricon von Petronius

Pocket Opera Company Nürnberg
Regie: Susanne Hörburger
Musikalische Leitung: Franz Killer
Kostüme: Evelyn Straulino

mit
Gertrud Demmler Schwab
Robert Eller
Johannes Reichert
Marco Mauser u.a.

Premiere: 2. August 2008, Sommernachtspiele Schloss Burgfarrnbach
Gastspiele: Burg Rabenstein / Wolfgangshof, Anwanden / Wolf-Ferrari-Haus, Ottobrunn

Die Pocket Opera Company lässt ein buntes Meer von musikalischen Blumen erblühen. Arien aus vier Jahrhunderten führen den Zuhörer in ein Labyrinth der Oper und verführen ihn mit zauberhaften Stimmen. Der erste Kuss, der reizendste Liebesbeweis, lässt in irisierenden Bildern seine übersinnliche Verführung in allen Facetten spielen, vom zunächst schüchternen Spiel zweier Liebenden bis hin zum blutrünstigen Biss eines Vampyrs. Tag- und Nachtträume werden wahr, dargestellt vom Ensemble der Pocket Opera Company und musikalisch aufbereitet von den verführerischen Klängen eines Saxophonquartetts.

Ein frivol musikalisches Abenteuer durch die Welt der Arien, frei nach dem antiken, satirischen Sittenroman "Satyricon" des römischen Schriftstellers Titus Petronius, der mit seinem Protagonisten, dem Studenten Encolpius das ausschweifende, dekadente Leben der römischen Gesellschaft skizziert. Dieser, ein Taugenichts und Schmarotzer, erleidet begleitet von seinem Lustknaben Giton und dem unermüdlichen Dichter Eumolpus eine schwere sexuelle Niederlage bei der Ortsschönheit Circe, von der er sich erst am Ende der Geschichte nach mühsamen Heilbehandlungen scheinbar erholt. Jedoch stürzen ihn die ärztlichen Heilversuche in eine neue existentielle Krise.

 

Brother/Sister

Brother/Sister
 

Brother/Sister 

Palindrome Dance Company

Choreography: Robert Wechsler
Music composition: Erling Wold
Theater director: Jim Cave
Additional electroacoustic composition: 
Dan Hosken and Atau Tanaka
Software and Interactive System Design: Frieder Weiss
Asst. Director, Lighting Designer, Computer Graphics and Acting: Diana Wildschut

Musical soloists:
Johannes Reichert, countertenor and Mariko Wakita, soprano
Dancers: Gabriel Bienczycki, Aimar Perez Gali, Pilar Murube, Robert Wechsler and Helena Zwiauer

Premiere: March 24–26, 2005, Tafelhalle, Nürnberg/Germany   
U.S. Premiere: May 26–29, 2005, International Arts Festival,
San Francisco/USA

On August 26th, 1997, as you were enjoying your morning coffee and croissant, Jenny, then 18, and her friend Samuel were busy murdering
Robert K.

Blinde Liebe is an evening-long interactive opera for two dancers, two actors, five musicians (including countertenor and soprano), interactive technology and projections. It tells an emotionally complex story in which a pair of teenage lovers plan and execute a murder of extreme brutality. It is a true story, assembled from filmed interviews (excerpts of which are projected during the piece) -- but whose truth is it?

 

Operation Capablanca
 

Operation Capablanca - Eine Schachoper 

Regie und Konzept: Zenita Komad
Libretto: Lothar Schmid, Zenita Komad
Komposition: Bernhard Lang (für Sopran),
Nadir Gottberg (für Countertenor)

Schauspieler:
Schwarzer König/Shihiram: Ignaz Kirchner
Weiße Königin/Sopran: Maria Harpner
Spieler weiß: Lothar Schmid
Spieler schwarz: Lucas Gehrmann
Graue Eminenz: Johannes Reichert

Premiere: 1. September 2005, Kunsthalle Wien

Mit der Eröffnung der Ausstellung "Lebt und arbeitet in Wien" in der Kunsthalle Wien am 13. Mai 2005 fand die räumliche Umsetzung der Operation Capablanca ihren Anfang. Ein überdimensionales Schachbrett von 64m² Größe wurde auf dem Boden umrissen, wobei die einzelnen Spielfelder in zeitlicher Abfolge, gemäß dem Rösselsprung-Prinzip, erst nach und nach hinzugefügt und mit Spielfiguren bestückt werden. Vollendet ist das Schachbrett erst gegen Ende der Ausstellung, wenn die eigens komponierte Schachoper zur Aufführung kommt. In der Uraufführung der Schachoper werden nur zwei der Spielfiguren von lebenden Menschen dargestellt. Der statische, marionettenhafte Charakter der Skulpturen kontrastiert mit dem Eigenleben der beseelten Figuren, des schwarzen Königs und der weißen Königin, dargestellt vom Burgschauspieler Ignaz Kirchner und der Sopranistin Maria Harpner.

Seinen Titel bezieht das Projekt von José Raoul Capablanca, dem kubanischen Schachspieler, der von 1921 bis 1927 den Weltmeistertitel innehatte und zeit seines Lebens als unschlagbar galt. Bereits im Alter von 4 Jahren, so wird überliefert, übertrumpfte er seinen Vater. Seine Partie gegen Hermann Steiner von 1933 in Los Angeles ist es, die in der Opernaufführung nachgestellt wird. Zenita Komad bedient sich dieser Stoffe, verwebt die tradierten Legenden, um eine neue Geschichte zu erfinden und zur Darstellung zu bringen. Dabei geht es weniger um eine Neuinterpretation, als um eine Adaption von gedanklichen Fragmenten, die den Legenden anhaften und in Poesie ausufern.

 

One charming night
 

One charming night 

Purcell meets Bussotti

Pocket Opera Company Nürnberg
Regie: Peter B. Wyrsch
Musikalische Leitung/Bearbeitung: Franz Killer
Kostüme: Evelyne Straulino / Barbara Seyfried

Darsteller:
Titania/Gertrud Demmler-Schwab
Justine/Astrid Kessler
Juliette/Katharina Bock
Lysander/Johannes Reichert
Demetrius/Alexander Herzog
Der trunkene Poet/Robert Eller
Marquis de Sade/Frank Strobelt
Feuertheater un poco loco

Premiere: 19. Juni 2004, Ehemalige Müllschwelanlage, Fürth
Gastspiel: Burg Cadolzburg

Der Liebreiz der Barockoper Fairy Queen von Henry Purcell wird in der Neuinszenierung der Pocket Opera Company scharf kontrastiert mit Sylvano Bussottis "La passion selon Sade". Der vom Zauber und der Märchenhaftigkeit beseelten Barockoper wird die verwirrende Untiefe des zeitgenössischen Musikwerkes gegenübergestellt. Und in eben diesem Kontrast findet sich die Parallele zur immer wieder kehrenden Frage menschlicher Liebe und Existenz. Beseelt von der Verspieltheit romantischer Gefühle umwerben sich Titania und Lysander, Demetrius und Justine, um dann durch Puck und den immer wieder erscheinenden De Sade hinab ge- oder verführt zu werden in die dunklen Seiten menschlicher Leidenschaft. De Sade übernimmt dabei immer mehr die Kontrolle und leitet schließlich zu den Grenzbereichen menschlicher Lust und Leidenschaft, aus dem erst Puck die Suchenden befreit, in dem er sie aus dem Höllenschlund zurückführt in die Erlösung durch den sommerlichen Morgen.

Für One charming night fand die Pocket Opera nun Deutschlands wohl größtes Opernhaus, die stillgelegte Schwel-Brand-Anlage in Unterfarrnbach. Einst als technologischer Geniestreich der Müllverarbeitung aus der Taufe gehoben verweilte die Anlage nach vierwöchigem Probebetrieb und anschließender Stilllegung in einem Dorn-Röschenschlaf, aus dem sie jetzt durch die Pocket Opera wiedererweckt wird. Die gigantische Industrieanlage erstreckt sich auf einem mehrere Hektar großen Gelände, seine überwältigenden technologischen Anlagen bilden den Hintergrund der Sehnsucht nach Liebe, wie sie in der Neuproduktion zum Ausdruck kommt. Gleichsam als Parallele zum menschlichen Gefühlsleben widerspiegelt die Anlage das Eintreten des "nackten Menschen" in die Dynamik der Begegnung, sie lässt ihn das Zerschreddern des Empfindens zwischen Romantik, Begierde, Lust, Leidenschaft und Gewalt erahnen, um ihn dann gereinigt zu entlassen.

 

Orlando

Orlando

Orlando

 

ORLANDO 

Barock-Oper von Georg Friedrich Händel
in der Bearbeitung der Pocket Opera Nürnberg

Pocket Opera Company Nürnberg
Regie: Peter B. Wyrsch
Musikalische Leitung: Franz Killer
Kostüme: Evelyne Straulino

Darsteller
Orlando/Johannes Reichert
Angelica/Gertrud Demmler-Schwab
Dorinda/Astrid Kessler
Zoroastro/Thomas Schobert
Medoro/Alice Buresova
Sprecher/Frank Strobelt
Feuerelement/Uta Klätschke
und Concerto Barokoko

Premiere: 25. September 2003, E.on Kraftwerk Franken I, Nürnberg
Gastspiele: Tafelhalle, Nürnberg

An einem der ungewöhnlichsten Veranstaltungsorte, in der alten Turbinenhalle des E.on Kraftwerks in Nürnberg präsentierte die Pocket Opera Company erstmals ihre neueste Produktion.

Liebe macht verrückt. In einer der wundersamsten Dichtungen hat der Renaissance-Dichter Ludovico Ariosto dieser Verrücktheit ein Denkmal gesetzt. Es ist der weltberühmte "Orlando furioso". Ein Mensch, herausgerissen aus der normalen Bahn des Lebens, glaubt mit Dreinschlagen und Liebesschwüren den Kick fürs Leben zu gewinnen. Die Frauen sind nicht minder gut drauf und wollen sich in der Liebe nicht festlegen. So machen sie sich einfach in heiklen Situationen unsichtbar. Ein modernes Märchen oder doch ein präzises Diagramm unserer Zeit. Gigantische Schaufelräder der Turbinen und die riesige Industriehalle verliehen der 1733 uraufgeführten Barock-Oper Georg Friedrich Händels den unheimlichen Hintergrund und schufen eine unnachahmliche Spannung.

 

Die Maden

Die Maden

Die Maden

 

Die Maden 

Komposition & musikalische Leitung: Eckard Koltermann
Libretto: Jan Demuth
Regie: Sibylle Broll-Pape

Dichter: Johannes Reichert
Lulu/Geliebte: Margitta Rosales
Diafoirus/Hamlet/Kritiker: Jörg Bräuker
Klytämnestra/Mutter: Barbara Ochs
Violine/Viola: Kathrin Mickiewicz
Klarinette/Bassklarinette/Saxophon: Patrick Hagen
Violoncello: Donja Djember
Klavier: Stevko Busch

Premiere: 16. September 2000, Prinz Regent Theater, Bochum
Gastspiele: images festival, Arnheim, Holland / die theater, Wien /
Juta, Düsseldorf

Maden - jeder kennt sie, keiner mag sie, keinesfalls will man welche sehen, und schon gar nicht auf der Bühne. Maden sind kein Thema. Oder doch? Schon Shakespeares Hamlet führte oft und gern ein paar im Mund - metaphorisch gesprochen, um seine Umgebung zu schockieren und seinem Ekel an der Welt wie seiner Lust an deren Vergänglichkeit Ausdruck zu geben Im 20. Jahrhundert war es der Dichter Thomas Bernhard, der in einer kruden Analogie den Verwesungsprozeß mit der Entstehung eines musikalischen Kunstwerkes gleichsetzte, bei der die Maden als Instrumentalsolisten Geburts- oder besser Sterbehilfe leisteten. In Eckard Koltermanns Kammeroper geht es um das Sterben eines Dichters, Todesursache: seine Kunst, genauer: seine Kunstwerke, die Figuren seiner Dramen. Sie sind Maden, die sein eigenes Fleisch gebrütet hat, Produkte seines Geistes, die ihm selber unbewußt an der Hirnmasse zehren. Von Szene zu Szene umzingeln sie den Dichter enger, der zunächst kaum ahnt, wie ihm geschieht. Jede Madenfigur versucht für sich, ihren Schöpfer erst zu umgarnen und dann zu verspeisen, aber erst zum unguten Schluß erreicht das Madenkonzert in einer konzertierten Aktion aller sein Ende: im großen Fressen.

 


 

Affetto! 

Die Kunst des barocken Liebens und Leidens

Eine Pasticcio-Kammeroper für Sopran und Countertenor
nach einer Idee von Jörg M. Welke
mit Musik von Georg Friedrich Händel
Teatro Affetto
Regie und Dramaturgie: Jörg M. Welke

mit
Veronika Maruhn, Sopran
Johannes Reichert, Countertenor
Peter Wuttke, Barockoboe
Thomas Rink, Barockvioline
Sigrun Stephan, Cembalo
Andreas Nachtsheim, Laute, Theorbe

Premiere: 20. November 1999, Zeche Zollverein, Essen
Gastspiele: Theater im Depot, Dortmund / Theater Puttbus, Rügen

Händel und das Handy…
Klassische Musik und ein klassisches Thema: Beziehungsstress in der Ehe! – Passt doch gar nicht? Und wie das passt: Der Besucher wird mitgenommen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, und Georg Friedrich Händel gibt den Takt vor.

Affetto! spielt mit dem Herzschlag der barocken opera seria, mit dem Affekt halt. Mit respektloser Ernsthaftigkeit widmet sie sich der ebenso wundervollen wie bizarren Welt der Gefühle, dem Wechselbad zwischen Heiß und Kalt, tot und lebendig, verraten und geliebt.