Pressestimmen

Pressestimmen Konzerte/Szenische Produktionen

Frenetische Ovationen und Purcells "One Charming Night" in der Zugabe.
(Reinhard Palmer/Süddeutsche Zeitung/9.7.2017)

Tour de Force durch die Gefühlswelten der Entwurzelten: Es ist ein chorisches Musiktheater, das bei seiner Uraufführung im Herbst 2015 das Publikum im Kulturforum über die Maßen ergriff…… Auf den Weg gebracht hat „Un Beheimatet“ der Fürther Countertenor Johannes Reichert. (mab/Fürther Nachrichten/16.3.2017)

Der Klarinettist Thomas Löffler, Kasia Kadlubowska (Percussion) und Peter Schönfeld (Kontrabass) sind die ganze Zeit mit den Sängern auf der Bühne, improvisieren bei der Ouvertüre frei und schaffen so gleich zu Beginn einen der – dem Klanglichen wie der Inszenierung innewohnenden – Gänsehautmomente. Neue Musik mit unverkennbaren Jazzeinflüssen bieten die geschickt agierenden Musiker in den von Michael Riessler komponierten Zwischenspielen auf. Das hat Hand und Fuß, schafft Atmosphärewechsel, eröffnet Reflexionsräume. Die Gluck-Arien erklingen in betörender Schönheit, dargeboten von Ulrike Härter, Barbara Steude (beide Sopran), Florian Hartmann (Bass) und Johannes Reichert (Countertenor). Starke Bilder und starke Arien machen den Reiz dieser Aufführung aus. (Reutlinger Generalanzeiger 26.11.16)

Eine musikalische Offenbarung war die Henry-Purcell-Hommage von Counter-Tenor Johannes Reichert und dem Nürnberger Jazzpianisten Peter Fulda im Kulturforum Fürth. Ergänzt von Laute, Cembalo, Jazz-Sängerin und Kontrabass schaukeln sich Barock und Jazz raffiniert, respektvoll und entspannt in ungeahnte magische Höhen hinauf und bringen das staunende Publikum zu Standing Ovations.
(Tristan Vogt/Nürnberger Nachrichten/27.12.2016 – Die Tops und Flops 2016)

Das begeisternde „Orpheus“-Projekt zwischen Barock und Jazz im Kulturforum.
Wenn Schubladen, Moden und Epochen einfach mal keine Rolle spielen, dann schafft das Raum für Wunderbares. Ein Konzept, das im Kulturforum mit „Orpheus has just left the building“ perfekt aufging. (Sabine Rempe/Nürnberger Nachrichten/10.10.2016)

Und was es heisst, entwurzelt zu sein, hinterfragt der Fürther Countertenor Johannes Reichert mit seinem „Auftakt“-Gewerkschaftchor und dem herzbewegenden szenischen Liederabend „Un Beheimatet“, der zur stärksten 2015er – Produktion des Kulturforums gerät. (Das Fürther Kulturjahr 2015/Fürther Nachrichten/28.12.2015)

Die Stärke diese unbequemen „Liederabends“ sind die Widersprüche, die Johannes Reichert und Katrin Schneider aus den Tatsachen der realen Flüchtlingskatastrophe hervorheben. (…) Ständig sind die Sängerinnen und Sänger des stimmlich beeindruckenden Chores dabei in Bewegung (Choreografie: Barbara Bess). (Bernd Noack/Nürnberger Nachrichten/26.9.2015)    

Lachende und weinende Welt am Faden: (…) So erlebt man das Geschehen zweigleisig: einmal als musikalischen Klangstrom und einmal als Marionettenspiel. Monika Eibl und Alberto Fortuzzi gelingt es dabei bewundernswert, den von Eibl gebauten, plastisch typisierten Figuren Leben einzuhauchen. (…) Ihre Seele aber bekommen die Figuren durch die Musik, die mit ihnen lacht und weint und dabei in ungeheuer kunstvoller Mehrstimmigkeit verwoben ist. Eine enorm anspruchsvolle Aufgabe für die Sopranistinnen Sophie Louise Stengel und Susanne Müller, den Tenor Matthieu Binder und den Bassisten Florian Hartmann sowie den Countertenor Johannes Reichert, der auch die musikalische Leitung innehat. (…) gelingt es ihnen prächtig, die Gefühle der Figuren lebendig werden zu lassen.

So entfaltet sich auf engstem Raum ein burleskes Treiben zwischen Liebesschmerz und derbem Scherz, Komik und Tragik, ausgefeilter Stimmkunst und charmantem Puppenspiel.Winni Victor ist da mit iherm Team wahrhaft ein Kleinod gelungen. (Armin Knauer/Reutlinger Generalanzeiger/28.9.13)

Kerzenlichter in den Händen steuern die drei Musiker ihre Ecken an. Mit raschelnden, flüsternden Klängen fangen Tobias Festl am Kontrabass und Arni Arnold an einer afrikanischen Trommel, Rasseln und anderen Klangerzeugern die Ruhe des Beginns ein. Die hohe Stimme von Johannes Reichert legt sich sanft darüber, ein sachter Groove streicht durch Poes magische Landschaftsbilder wie der Wind durchs Schilfrohr. In wiederkehrenden Bildern einer beseelten Natur verdichtet Poe die innere Erregung; der Fels, der Fluss, die »Wasserlilien in ihrem feuchten Bett«, bei Poe seufzen sie, kreischen gar. Entsprechend verdichten die drei Musiker das beschwörende Kraftfeld ihrer Klänge, ehe es am Siedepunkt in sich zusammenfällt und einer bestürzenden Stille Platz macht. In die sich dann die Musik leise zurückschleicht. Faszinierend, wie die drei Musiker zu einer Einheit finden, wie sie tönend Atmosphäre schaffen und dabei die ganze Klangpalette ausnutzen. (GEA/25.11.2010)

Eine musikalische Offenbarung war die Henry-Purcell-Hommage von Counter-Tenor Johannes Reichert und dem Nürnberger Jazzpianisten Peter Fulda im Kulturforum Fürth. Ergänzt von Laute, Cembalo, Jazz-Sängerin und Kontrabass schaukeln sich Barock und Jazz raffiniert, respektvoll und entspannt in ungeahnte magische Höhen hinauf und bringen das staunende Publikum zu Standing Ovations.
(Tristan Vogt/Nürnberger Nachrichten/27.12.2016 – Die Tops und Flops 2016)

Das begeisternde „Orpheus“-Projekt zwischen Barock und Jazz im Kulturforum. Wenn Schubladen, Moden und Epochen einfach mal keine Rolle spielen, dann schafft das Raum für Wunderbares. Ein Konzept, das im Kulturforum mit „Orpheus has just left the building“ perfekt aufging. (Sabine Rempe/Nürnberger Nachrichten/10.10.2016)

Der Klarinettist Thomas Löffler, Kasia Kadlubowska (Percussion) und Peter Schönfeld (Kontrabass) sind die ganze Zeit mit den Sängern auf der Bühne, improvisieren bei der Ouvertüre frei und schaffen so gleich zu Beginn einen der – dem Klanglichen wie der Inszenierung innewohnenden – Gänsehautmomente. Neue Musik mit unverkennbaren Jazzeinflüssen bieten die geschickt agierenden Musiker in den von Michael Riessler komponierten Zwischenspielen auf. Das hat Hand und Fuß, schafft Atmosphärewechsel, eröffnet Reflexionsräume. Die Gluck-Arien erklingen in betörender Schönheit, dargeboten von Ulrike Härter, Barbara Steude (beide Sopran), Florian Hartmann (Bass) und Johannes Reichert (Countertenor). Starke Bilder und starke Arien machen den Reiz dieser Aufführung aus. (Reutlinger Generalanzeiger 26.11.16)

Hecker schickt seine sechs Sänger (stellvertretend genannt als Counter mit schönem Firnis: Johannes Rei­chert) edel schreitend ausgiebig auf Prozessionen und Paraden. (Nürnberger Nachrichten/2.7.2012)

Zum sehr homogenen vokalen Klangbild tragen auch der kraftvolle Counter Johannes Reichert als Martio, Gertrud Demmler-Schwab als Alessios Mutter und Christopher Kessner als Amme bei. (NMZ/14.10.2011)

Mit einem wahrhaftigen Feuerwerk ärztlicher Kunst wurde die angesichts wechselnder Belastungsproben erschlaffte Manneskraft des Helden Encolpius (herrlich gewandter wie konditionsstarker Countertenor: Johannes Reichert) am blinkenden Viagra-Schrein reanimiert. (Nürnberger Nachrichten/4.8.2008)

Ein Abend zwischen Klassik und Rock: Ernst Schultz und Johannes Reichert begeisterten in der Katharinenruine: Das Programm "Moonshadow" setzte auf literarisch-musikalische Schnipselkunst – und auf bestechend feine Kontrastwerte. Dabei könnten die beiden Sänger Ernst Schultz (bekannt mit den frühen Kult-Krautrockern "Ihre Kinder") und Johannes Reichert (der vielseitig beschäftigte Countertenor ist in Nürnberg auch bei der "Pocket Opera" gefragt) kaum gegensätzlicher klingen. Mit allen Wassern nicht kommerzieller Rockmusik gewaschen der eine; fein ausformulierend im gehobenen Stimmfach der andere. (Nürnberger Nachrichten/14.8.2007)

Nicht zu vergessen der Götterbote Mercure (beeindruckend beschwingt und gewandt Johannes Reichert), der als eine Art langes Zwergerl auf Speed, zwischenweltig und märchenentsprungen, mal mit, mal ohne Vespa das Geschehen im saftigen Countertenor kommentiert, spiegelt oder vorantreibt. (Fürther Nachrichten/6.8.2007)

Stark ist der Ausdruck von Johannes Reichert, des Sängers mit der hohen Stimme, in der Tat. Tritt beim Countertenor zur Präzision und Interpretation doch auch noch ein Quäntchen (Selbst-)Ironie - wenn einer gut ist. (Erlanger Nachrichten/17.6.2006)

Auch der vom Countertenor Johannes Reichert vorgetragene Prolog verbreitete in Nadir Gottberg psalmodierend hymnischer Vertonung spontane Stimmungsdichte. (Der Standard/3.9.2005)

Zuvor jedoch sang Johannes Reichert einen Ausschnitt aus Berios 'Sequenza III' für Stimme solo - wenn man hier noch von Gesang sprechen kann. Dabei geht es nicht um die exzellente Ausführung des Countertenors, sondern um die Anlage des Werkes selbst…(klassik.com/2.4.2004)

Johannes Reichert ist ein Orlando, der wahnsinnig agil durch die ganze Halle tollt und dabei noch singen kann: ein voluminöser, samtweicher Altus. (Bayerische Staatszeitung/Sept. 2003)

Indes gab Countertenor Johannes Reichert den sensiblen Verführer, und sein nobles Falsett wedelte die verzierungstechnischen Schikanen barocker Tonkunst so leicht umher wie der Galan sein Spitzentaschentüchlein. (Braunschweiger Zeitung/12.5.2003)

Stimmlich exzellent verkörperte Countertenor Johannes Reichert den Pilatus – in Mimik und Gestik verstärkte er den Eindruck des hilflosen, weichen Entscheidungsträgers. (WAZ/13.4.2003)

…und blickt im abgetakelten Maschinenraum staunend hinauf zum Countertenor, dem Altus Johannes Reichert, der da – in Kostüm, Stimme und Musik – alles bündelt, was der Abend an Zeitsprunghaftigkeit umgesetzt hatte. (Abendzeitung/27.1.2003)

...umso geschmeidiger Countertenor Johannes Reichert, der den allegorischen Reigen und Kampf um "Il pomo d'oro" – den goldenen Apfel – eröffnet. Immense Koloraturstrecken in der Altus-Lage fordern beachtliche Stimmkondition. Dass sich dabei in Plissée und Pluder noch so trefflich schreiten lässt, macht die barocke Theatralik rund. (Nürnberger Nachrichten/27.1.2003)

Auf höchstem Niveau bewegten sich die Darsteller. Johannes Reichert als Dichter ist herrlich komisch und ohne jegliches Opernpathos. (Ruhrnachrichten/18.8.2000)

Bravourös: der Countertenor Johannes Reichert. (WAZ/18.8.2000)

.....glänzt Johannes Reichert mit sicher geführtem Altus und erotisierendem Timbre voller Zweideutigkeit. (WAZ/26.11.1999)

Johannes Reichert setzte seinen bis in die Auszierungen tadellosen Countertenor auch zum pointierten szenischen Spiel ein. (NRZ/6.11.1999)

Johannes Reichert bewältigte diese stimmliche Gratwanderung bravourös: seine Spitzentöne waren silbern und von eigentümlicher Kraft, was etwas anderes ist als Lautstärke. (Esslinger Zeitung/3.2.98)

Hervorragend die zwei Countertenöre Johannes Reichert und Tankred Schleinschock: erstklassige Stimmen, dazu noch jede Menge komödiantisches Talent. (Bild-NRW/28.4.98)

Und der Altus Johannes Reichert zeigt, daß sich mit voller, runder, prägnant timbrierter Stimme der androgyne Zug diese Stimmfaches in ästhetischen Mehrwert verwandeln läßt.
(Fränkische Landeszeitung/16.12.97)

Aufhorchen ließ sicherlich auch die Countertenor-Arie "Es ist vollbracht", die mit Johannes Reichert glänzend besetzt war. (Rhein-Ahr-Rundschau/13.3.97)

Ein bemerkenswerter Vertreter dieser gleichwohl außergewöhnlichen stimmlichen Begabung und des Umganges damit ist Johannes Reichert.....Es war mir oft so, als vernähme ich die Stimme erst, nachdem sie schon längst begonnen hatte. Sie verliert sich wiederum im Hauch eines Pianissimo. Dazwischen eine großartige Differenzierung in Dynamik und Ausdruck bis hin zu aufwallender, beinahe dramatischer Belebtheit. Eine ausgesprochen edle Tongebung immer, bewegt von feinstem Vibrato. (Ruhrnachrichten/8.5.97)

Johannes Reichert, Schüler solch namhafter Countertenöre wie Charles Brett oder James Bowman, gestaltete die vorwiegend melancholischen Lieder mit zartem Timbre, guter Diktion und intelligenter Phrasierung...(Braunschweiger Zeitung/14.10.97)

Johannes Reichert, Schüler des im Bruchsaler Schloß vor acht Jahren gefeierten Countertenors Charles Brett, versteckte sich zuerst listig hinter bescheidenem Geigenspiel und Sprechgesang, bevor er - in Ermangelung eines barocken Kastraten - als strahlender Countertenor den von ihm selbst einstudierten Chorpartien die witzigsten Koloraturglanzlichter aufsetzte.(Badische Neueste Nachrichten/5.10.95)

Aber der eigentliche Star des Abends ist der junge Countertenor Johannes Reichert, durch dessen Stimme der Zauber der Barockoper spürbar wird.(Ruhrnachrichten/10.8.95)

Pressestimmen Du, Liebe?!
 ...dass der Komponistin nach dem einleuchtenden Konzept des Countertenors Johannes Reicherts mit eindringlicher Konsequenz genau das gelungen ist, was sie sich vorgenommen hat: das Oft-Gehörte ungewohnt, ja bisweilen,wie im Fall von Isoldes Liebestod, bedrohlich neu erklingen zu lassen….Ihren elektronisch wie rhythmisch verfremdeten Remixes von Ohrwürmern wie " La donna è mobile" verleiht sie tatsächlich einen doppelten Boden, indem sie die jeweilige Arie nicht nur von Reichert singen lässt, sondern die Melodie zum Beispiel durch das sphärische Klagen eines Theremin emotional zusätzlich auflädt. (Süddeutsche Zeitung/8.1.2011)

Am unterhaltsamsten und eindrucksvollsten an diesem Abend sind aber die Projektionen, die über mehrere Styroporquader zittern, die eine Tänzerin/Bühnenarbeiterin (Eva-Maria Christ) im roten Kleidchen schiebt, türmt, einstürzen lässt. (Bayerische Staatszeitung/Januar 2011)

Nicht, dass "Du, Liebe?!" kein optisches Vergnügen wäre. Nürnbergs Top-Videokünstler Frieder Weiss, der auch für den aktuellen Clip Kylie Minogues verantwortlich zeichnet, übersetzt mit nervösem Puls und berückendem ästhetischen Zugriff die Nervosität des liebesdurstigen Personals in teils prägnante, teils sich verflüchtigende Lichtreize; drei Akteure, stigmatisiert, geflutet und durchspült von Farben, Liebesgötter-funken, Furor.
…Reichert, blendend bei (elektronisch verstärkter) Stimme, liefert den Stoff -Offenbachs Barcarole, Verdis zynisches "La donna è mobile", ja sogar Isoldes Liebestod-, den die Münchner Komponistin mit packenden Geräuschcollagen in tonal neue Bezugsfelder rückt.
…Einen unbestrittenen Star hat "Du, Liebe?!" jedoch, das ist der junge Berliner Slampoet Julian Heun. Zum Jubilieren schön sind die wunderbar weisen, ausnehmend witzigen Liebes-Vorträge, die dieser Stabreimer von Gottes Gnaden aus dem Ärmel schüttelt. (Nürnberger Nachrichten/9.1.2011)

Pressestimmen Franziskus – Gaukler Gottes
Countertenor Johannes Reichert agierte dabei spielerisch als ruhender Gegenpol und betörte gesanglich mit kontrastierenden Liedern, insbesondere im abschließenden Sonnengesang legte sich eine ungemein friedvolle Stimmung über den Zuschauerraum, deren Wirkung man sich kaum entziehen konnte. (Lindauer Zeitung/4.4.2012)

…Mit "Franziskus - Gaukler Gottes" ist (Dario Fo) ein hintergründiges und äußerst lebendiges Portrait des charismatischen Predigers Franz von Assisi gelungen, kongenial umgesetzt vom Theater Rotwelsch, das einen überwältigenden Publikumserfolg feiern konnte. Hauptdarsteller Alberto Fortuzzi und seine beiden Mitstreiter Johannes Reichert (Countertenor) und Klaus Wuckelt (Lyra) wurden zu Recht mit Applaus überschüttet… (Reutlinger Generalanzeiger)

…Sparsame Requisiten, die wunderbar die Abkehr des Franziskus von allem irdischen Hab und Gut reflektieren, und tiefe Innerlichkeit, gepaart mit einer Heiterkeit direkt aus dem Herzen. Dafür stand der großartige Alberto Fortuzzi, dem man seine Rolle in jeder Sekunde abnahm, als wäre der Heilige wiederauferstanden. Er überzeugte durch eine riesige Palette gestischer und mimischer Ausdrucksformen… Aus Splittern entsteht auf der Bühne das Bild eines Menschen. Da ist nichts von der klebrigen Süße des "Franceso"-Musicals oder der anderen gefälligen Aufführungen, die es vor einigen Jahren in Italien gab. Hier ist ein Stück, das Franz von Assisi gefallen hätte. Und zwar auch, weil Alberto Fortuzzi nicht alleine ist. Countertenor Johannes Reichert begleitet ihn mit engelsgleicher Stimme und agiert manchmal auch als Erzähler. Klaus Wuckelt spielt Lyra, als wollte er den Himmel öffnen. So nimmt ein seltener Glücksfall von Theaterabend seinen Lauf…(Fürther Nachrichten)

…(Alberto Fortuzzi) erweist sich als äußerst wandlungsfähig und streicht mit seiner gestenreichen Darstellung die clowneske Seite des Bekehrten hervor. Unterstützt wird er von Johannes Reichert, der mit seiner beeindruckenden Countertenorstimme zu berühren vermag, und Klaus Wuckelt, der auf der Lyra für Atmosphäre sorgt… (Tiroler Tageszeitung)

…Einen außergewöhnlichen Theaterabend erlebten die Besucher bei der Aufführung des Theaters Rotwelsch im Gymnasium Johanneum in Homburg. Mit "Franziskus – Gaukler Gottes" von Dario Fo bot das Ensemble ein großartiges Spiel… (Saarbrücker Zeitung)

…Der Hauptdarsteller Alberto Fortuzzi stellt dies auf überzeugende Weise dar und zeigt sich als Franz von Assisi mal bedacht und ruhig, mal laut und aufwühlend. Doch Fortuzzi spielt nicht nur den Heiligen «Francesco», von einer Sekunde auf die nächste schaltet er um und schlüpft in eine andere Rolle, wie etwa die des Papstes. Zwischen den verschiedenen Episoden wird das Schauspiel zudem vom Countertenor Johannes Reichert und dem Lyraspieler Klaus Wuckelt untermalt…(Nürnberger Zeitung)

…Selten wurde aus so wenig so viel. Das Bühnenbild in der Stadthalle war wie eine Metapher auf das Leben des Franz von Assisi. Die Besucher erlebten eine wahre Sternstunde des Eislinger Kulturprogramms…
Im ausverkauften Kronensaal wurde "Franziskus - Gaukler Gottes", das Stück des italienischen Literatur-Nobelpreisträgers Dario Fo über das Leben des Franz von Assisi, in einer Inszenierung von Winni Victor auf die Bühne gebracht. In der Hauptrolle glänzte Alberto Fortuzzi. Countertenor Johannes Reichert, der auch ganz kleine Nebenrollen hatte, sowie Klaus Wuckelt an der Lyra, sorgten für die passende musikalische Begleitung.
Alberto Fortuzzi, der unter anderem bei Dario Fo in Perugia seine Ausbildung genossen hat, scheint die Idealbesetzung für die Rolle zu sein. Er spielt, ja lebt Franziskus geradezu; so kraftvoll, überzeugend, leidenschaftlich, begeisternd und mit Hingabe, dass es am Ende stehenden Applaus für die Vorstellung gibt…(Südwest Presse)

…Furios gespielt wurde die Rolle des Franz vom italienischen Theatervollblut Alberto Fortuzzi, einem Darsteller der ganz augenscheinlich in Mimik und körperlicher Gestik der Commedia dell arte verpflichtet ist. Regisseurin Winni Victor verzichtete völlig auf ein Bühnenbild. Im schwarzen Theaterraum fanden sich lediglich zwei Hocker und ein geflochtener Weidenkorb… Die Sprachmusik Fortuzzis echote wider im sparsamen, ganz dem Schönen verpflichteten Spiel von Klaus Wuckelt auf der Lyra und im lieblichen, dem zum Teil zotige und derbe Spiel kontrastierenden Gesang des Countertenors Johannes Reichert… Am Ende, das Theater verharrte nach dem letzten verklungenen Ton der Lyra lange im völligen Dunkel, war die Vereinnahmung des Publikums vollkommen…
Auch mit diesem Text erbrachte Fo einmal mehr die Rechtfertigung dafür, dass er in den Olymp der Weltliteratur aufgenommen wurde. Auf menschlichste Weise führt der Text und führte die Inszenierung des "Theaters Rotwelsch" vor Augen, wie erbärmlich das allgemein menschliche Verhalten denen gegenüber ist, die auserwählt sind, die Wahrheiten wie eine schwere Last zu tragen. Es war ein Abend, der berührte und nachdenklich machte.(www.theaterkritiken.com)

Pressestimmen CD Solo-Einspielungen

Out of Opera
Eben sahen wir ihn noch bei der Nürnberger Kulturpreis-Gala, hochstimmig eingereiht ins Ensemble der Pocket Opera Company - jetzt legt Countertenor Johannes Reichert rechtzeitig und stimmungskonform zum Weihnachtsgeschäft seine neue CD "Out of Opera" vor. Sie zielt dem Hörer mitten ins Herz. Und trifft!
(Abendzeitung/4.12.06)

Magic Night
Die kammermusikalische Intimität ist ausgesprochen gut geeignet, den thematischen Bogen zu spannen, in dessen Rahmen Johannes Reichert Purcells Lieder im besten Sinne des Wortes ‚einbettet’. Reichert beherrscht mit seiner schlanken, präsenten Stimme die Gratwanderung zwischen träumerischer Schläfrigkeit und liebestoller Wachheit. (klassik.com/18.12.2005)

Von der Heiligen Nacht ist zwar in diesen Purcell-Songs nicht die Rede, dafür beschwört der britische Barockkomponist in seinen Liedern die Magie der Nacht. Feenhaftes, unergründliches, sphärisches: Countertenor Johannes Reichert trifft diese verspielt-melancholischen Stimmungen voller Intensität. Und da ihm seine beiden Begleiter Sigrun Stephan und Andreas Nachtsheim (nomen est omen ...) nicht nachstehen, sondern auch in den Instrumental-Stücken Händels und Lockes für mehr als nur transparenten Wohllaut sorgen, beschert diese Aufnahme wirklich eine schlaflose und magische Nacht. (Hamburger Morgenpost/18.12.2003)

Der gefeierte Countertenor Johannes Reichert hat hier ein schönes Konzeptalbum zu Ehren des "britischen Orpheus" vorgelegt....Für jeden, der mit sogenannter "Alter Musik" etwas anfangen kann, ist diese CD ein Muss! (Akustik Gitarre/2-2004) Reichert trifft dabei gut die getragene, melancholische, ja entrückte Stimmung der Purcell-Stücke. So griffig wie farbig gestalten Sigrun Stephan (Cembalo) und Andreas Nachtsheim (Laute) die Instrumentalmusik. (Nürnberger Zeitung/10.12.2004)

Barockkantaten
Johannes Reicherts Countertenorstimme trifft den Gestus der geistlichen Kantaten exakt, mit warmer, zurückhaltender Tongebung werden die religiösen Texte fesselnd umgesetzt. Absolut sicher geführt die Koloraturen. So wird jedes Stück zu einem in sich geschlossenem Gebiet. (Erlanger Nachrichten/Juni 1999)

One charming night
Sanfte Nacht bei der Märchenkönigin – Auch erregte Gemüter besänftigt diese CD, auf der sechs junge Musiker Countertenor-Duette und Instrumentalmusiken englischer Barockkomponisten interpretieren und uns für "One charming night" in Henry Purcells Reich der "Fairy Queen" entführen.
(Frankfurter Allgemeine-Magazin/April 1998)

Seit der Wiederentdeckung der Kontratenorstimme durch den unvergeßlichen Alfred Deller genießen in diesem Stimmfach die Arien und Lieder von Henry Purcell eine große Popularität, bieten sie doch eine breite Palette zwischen ergreifend lyrischen und dramatisch-heroischen Ausdrucksmöglichkeiten. Seit Deller pflegten schon mehrere Generationen die Kunst der Kontratenöre – man denke nur an Paul Esswoods perfekt geschliffene Wiedergaben -, und die stimmtechnischen wie auch stilistischen Meriten wurden immer selbstverständlicher. Auch hier warten beide Sänger mit einer in Artikulation und Technik tadellosen, ja virtuosen Leistung auf. (Klassik heute/Mai 1998)

Der Countertenor Ralf Popken gehört längst zur Spitzenklasse seines Genres und bringt im Duett mit Johannes Reichert die ganze schwermütige Süße des Kopfgesanges zur Geltung....Wer sich, wie ich, an Purcell nicht satthören kann, die (den) wird diese abwechslungsreiche Theatermusik bedingungslos erfreuen. Wer aber immer nur Mozart auf dem Plattenteller liegen hat, der vertiefe sich in die tieftraurige Elegie zum Tode Queen Marys und er wird das Potential der jungen Countertenöre lieben lernen. (Music Manual/Juli 1998)

Prado verde y florido
Reichert und sein Begleiter Ingo Veit auf der Laute und Vihuela musizieren technisch ausgefeilt und mit sicherem Instinkt für Feinheiten und Charakter dieser Musik. Man denkt nicht an Kastratengesang, zumal die Stimme des Countertenors männliches Timbre und viel Substanz in der Tiefe hat. (Nürnberger Zeitung/Dez. 1996)

Reichert ist es gegeben, stimmlich die musikalischen und textlichen Möglichkeiten vollends auszuloten, weiß er doch als in Spanien Aufgewachsener bis in Nuancen, von welcher Liebesschattierung er gerade singt. (Alte Musik Aktuell/Juni 1998)

Tierra y Cielos
Johannes Reichert und Ingo Veit bieten eine repräsentativ schöne Repertoireauswahl mit etlichen Kostbarkeiten.(FonoForum/Okt. 1994)

Reichert's countertenor is sonorous and smooth....Reichert sounds like a tenor with a upward extension (in the vain of Russel Oberlin), in contrast to the more usual baritone in falsetto. His delivery of the Spanish texts is clear and idiomatic.(Fanfare/USA/Nov. 1994)

Die erste CD des Nürnberger Countertenors Johannes Reichert darf als Entdeckung in diesem gefragten Fach gelten. (Nürnberger Nachrichten/Mai 1994)